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Claude Fable 5 im UI-Test: fünf Aufgaben von DesignCourse

16. Juli 2026KI, Web & WordPress
Gezeichnete Illustration: Ein kleiner Roboter skizziert Interface-Entwuerfe am Zeichentisch, eine Designerin mit Kaffeetasse schaut zu

Einen Tag nach dem Release von Claude Fable 5 hat Gary Simon vom Kanal DesignCourse dem Modell fünf Oberflächen-Aufgaben vorgelegt. Jede in einem einzigen Durchgang, ohne Nachbessern. Acht Minuten Video, fünf Tests: eine Design-Portfolio-Seite, eine Galerie mit Three.js, das Redesign eines Hero-Bereichs, ein Refactoring von Craigslist und ein Scroller mit Three.js und GSAP.

Wie die Resultate im Einzelnen ausgesehen haben, verrate ich hier nicht, das ist der Punkt des Videos. Sein Gesamturteil fasst Simon selber so zusammen: ein deutlicher Sprung nach vorne. Er ist seit über zwanzig Jahren Full-Stack-Entwickler und hat rund hundert Kurse für LinkedIn, Lynda, Pluralsight und Envato produziert. Der Mann hat also einiges gesehen.

Fünf Durchgänge sagen allerdings wenig darüber, wie sich so eine Oberfläche mit echten Inhalten verhält oder was passiert, wenn ein halbes Jahr später jemand ohne Kontext eine Zeile ändern soll. Barrierefreiheit sieht man in acht Minuten Video auch nicht. Das ist keine Kritik am Video, es macht genau das, was es ankündigt. Aber genau dort liegt die Lücke zwischen «sieht beeindruckend aus» und «läuft».

Das letzte Kapitel heisst «Is this the end or the beginning?». Ein beeindruckender One-Shot ist ein Anfangszustand, kein Betriebszustand. Darum ging es mir auch, als ich aufgeschrieben habe, warum ich Kundenseiten trotz KI weiter mit WordPress baue: Das Bauen ist der einfache Teil, die Wartung der schwierige. Ein stärkeres Modell verschiebt vor allem, wo der Aufwand anfängt.

Nebenbei, falls du Fable 5 im Juni vergeblich ausprobieren wolltest: Das Modell kam am 9. Juni raus und war danach eine Weile eingeschränkt, weil US-Exportkontrollen den Zugang betrafen. Seit dem 1. Juli ist es wieder global verfügbar.

Vor fünfzehn Jahren habe ich hier ein Tool vorgestellt, mit dem man einen Screenshot einer Webseite im Browser kommentieren konnte. Das war damals eine Meldung wert. Direkt neben ein Video zu legen, in dem ein Modell in einem Durchgang eine Three.js-Galerie hinstellt, ist schon etwas absurd.

Ich glaube nicht, dass es das Ende ist. Der Teil, der jetzt billiger wird, war ohnehin der einfachere.

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